Zu viert durch den Isaan, November / Dezember 2024
Am 17.11.2024 machten wir uns auf den Weg von Liestal nach Bangkok, wo ein weiteres grosses Abenteuer unserer Weltreise auf uns wartete. Wir hofften so sehr, dass unser Tier die Monate unversehrt und nicht von Insekten zerfressen überstanden hat. Voller Vorfreude und kaum in Bangkok gelandet zog es uns sofort zu unserem treuen Reisegefährten. Mit grosser Erleichterung stellten wir fest, er war noch da, in einem Stück und scheinbar wirklich unversehrt. : ) Notdürftig eingerichtet, schliefen wir eine Nacht auf dem Parkplatz. Am nächsten Morgen machten wir uns sofort auf in die Natur, wo alles fertig verstaut und eingerichtet wurde. Wir hatten noch einiges zu Planen, den es stand uns eine meeega geile Zeit bevor mit Colin ( Mimo`s Bruder ) und seiner Partnerin Janina. Die Zwei nämlich, flogen eine Woche später ebenso nach Thailand, wo wir uns am 23.November trafen, um den fantastischen Isaan zusammen zu bereisen. Wir als alte Thailand Kenner, schleppten die zwei in den authentischen Teil von Thailand, vielleicht gibt es dort nicht die ganz grossen Sehenswürdigkeiten, wobei !! eigentlich schon. Es gibt nämlich das unverdorbene wirkliche Thailand zu bestaunen. Die Menschen, das Essen die Tempel, die Natur einfach alles ist dort der hammer und wird zum guten Glück von den Touristen unbeachtet links liegen gelassen.
Natürlich wurde die Ankunft der beiden gebührend auf thailändisch gefeiert, mit Sindat, Whisky und Soda und einigem an Bier….. Tags darauf, mit leicht schummrigem Gehirn gab es eine Jungletour im Khao Yai Nationalpark. Fehlen durfte natürlich nicht der Besuch der Khmer Tempel
Phanom Rung, Muang Tam und dem vom thailändischen und kambodschanischen Militär gemeinsam bewachten Tempel, Prasat Ta Muen Thom. Nächster Stopp, dass am Zusammenfluss von Moon und Mekong liegende Städtchen Khong Chiam mit seinem Authentischen Charme, den zahlreichen Tempeln und dem highligh, Sonnenuntergang beim Wat Sirindhorn, einem illuminierten Tempel. Wir unternahmen eine Bootstour auf dem Mekong zu den 10`000 Löchern, besuchten Mukdahan mit seinen weisen Riesen Buddha und den Pilgerort That Phanom. Als nächstes wurde der Fantastische Felsentempel Phu Tok angesteuert. Seine Halsbrecherischen Holzpfade wurden von den dort lebenden Mönchen über Jahre hinweg rund um den Berg angelegt. Es ist schon eine verrückte Sache, auf schwindelerregender Höhe der Felswand entlang auf wackeligen Brettern diesen Berg mehrmals auf verschiedenen Ebenen zu umrunden. Da wir es ja zum Glück alle überlebt haben, ging es weiter zur Farbenfrohen und mit Schmuck überhäuften Naga Höhle in Phon Phisai und zu unserer letzten gemeinsamen Station Nong Khai. Zum Abschluss feierten wir noch eine fette Party und nach 9 gemeinsamen, extrem tollen Tagen mussten wir die zwei leider schon wieder ziehen lassen. Colin, Janina Danke für die meeeega Zeit mit euch, wir werden sie nie vergessen. Ihr seit herzlich willkommen, uns jeder Zeit irgendwo, irgendwann auf der Welt zu besuchen, um gemeinsam einen Teil dieses fantastischen Planeten zu bereisen.
Vom Heini nach Chiang Mai, Dezember 2024
Von Nong Khai aus ist es ja nur ein Katzensprung zu unserem Freund Hans Heini aus der Schweiz. Natürlich durfte ein Besuch auch diesmal nicht fehlen. Es wurde Snooker gespielt, unsere mitgebrachten Ersatzteile für unser Tier eingebaut und wie schon beim letzten mal verköstigte uns Heini wieder wie die Götter. Nach einer super Woche zogen wir weiter mit Ziel, Chiang Mai und dem hohen Norden. Nach einer City Tour und neu gekauften Reifen, brachen wir nach einem Tag schon wieder Richtung Pai auf. Wir wollten uns das sagenumwobene gagatouri Spektakel mal anschauen, welches all die vielen tausende dort oben veranstalten. Anmerkung ! Wie gedacht, Nicht sehenswert :) und so blieben wir auch nur einige Minuten, um sofort weiter quer Feld ein auf einer Bergroute Richtung Mae Hong Song zu reisen. Aber auch nur für ein paar Meter, dann knirschte es nämlich heftig im Getriebe unseres Tiers und wir wussten sofort, ohhh scheisse dass bedeutet gar nichts gutes. Nein bitte, bitte kein Getriebeschaden in einem Land ohne Land Cruiser und einer Importsteuer für Autoteile von über 100% !!! In dem Kaff Pai, konnte und wollte uns niemand weiterhelfen und so blieb uns nichts anderes übrig, als den Versuch zu starten, irgendwie nach Chiang Mai zu gelangen. Dort unbeschadet angekommen suchten wir eine Garage auf, welche wir im vorhinein als ein gut geführter Familienbetrieb recherchierten. Das Oberhaupt der Familie unternahm eine Testfahrt und kam zum gleichen schaurigen Ergebnis wie wir, Getriebeschaden. Sie meinten aber, sie könnten uns hier in der doch zweitgrössten Stadt von Thailand, ebenso wie schon in Pai nicht weiter helfen, wir sollten nach Bangkok weiter fahren und dort unser Glück versuchen. Dies kam für uns aber auf keinen Fall in Frage. Das Getriebe fühlte sich nicht so an, als würde es noch ein paar hundert Kilometer durchhalten. Wir zerbrachen uns den Kopf wie es nun weiter gehen soll, und kamen letztendlich zum Schluss, es braucht zum ersten mal in unserem Leben einen Facebook account, über welchen wir den Toyota Club Thailand um Hilfe bitten können. Wir erhielten unglaublich viele Antworten und darunter zum Glück auch die entscheidende, Pong Restore Shop in Bangkok. Es gibt unglaublich aber Wahr, in ganz Thailand nur einen einzigen Land Cruiser Spezialisten. Er machte uns das Angebot unser Getriebe zu reparieren, oder uns ein Occasion Getriebe zu liefern. Unfassbar !! und das in Thailand, so ein Riesen Glück das es hier einen Land Cruiser verrückten gibt mit tausenden alten Ersatzteilen und sogar einem kompletten H55F Getriebe. Wir entschieden uns für die Reparatur. Also wieder zur Family Garage in Chiang Mai, Getriebe runter nehmen lassen, um es als ganzes per Kurier nach Bangkok zu senden. Kaum zu glauben das die Versendung eines 70kg schweren Getriebes über 650km, umgerechnet nur ca. SFR 9.50 kostet..
Für die Wartezeit mieteten wir uns ein Apartment, machten das beste aus der Situation und genossen ein paar Tage City live. Da Weihnachten leider genau in diese Zeit viel, konnten wir zum ersten mal in all den Jahren, nicht bei unserem Tier mit Fondue Chinoise feiern. Alternativ gab es halt Koreanischen Hot Pot. Nach 10 Tagen kam unser Getriebe revidiert zurück und wurde von der Garage in Chiang Mai wieder montiert. Nun konnte endlich weiter gehen. Es ist einfach schon unglaublich wie sich am Ende immer alles zusammenfügt, egal wie beschissen die Lage auch gerade ist, gibt es überall auf der Welt so viele tolle Menschen die einem unterstützen und helfen.
Über den hohen Norden nach Bangkok, Dezember 2024 / Januar 2025
Bestückt mit viel positiver Energie traten wir unsere Weiterreise Richtung Norden an. Wir besuchten das hübsche chinesisch geprägte
Ban Rak Thai, verbrachten etwas Zeit in Mae Hong Son und feierten Silvester mit Fondue Chinoise, nahe Mae Sariang. Was natürlich auf dem Weg Richtung Süden nicht fehlen durfte, um Danke zu sagen, war der Besuch bei Pong und seinem Land Cruiser Workshop in Nonthaburi. Logo nutzten wir die Gelegenheit im Land Cruiser- Paradies und liessen noch ein paar längst überfällige Sachen am Tier reparieren. Und es gab eine Sensation !!! Sie reparierten sogar unsere hintere Differentialsperre, an welcher sich seit Bolivien schon so einige Möchtegern Land Cruiser Spezialisten die Zähne ausgebissen haben. Danke Pong, Danke Thailand.
Der Süden, Januar / Februar 2025
Natürlich freuten wir uns schon lange auf den Süden Thailands. Der Süden, der Inbegriff von Sommer, Sonne und Strand. Es war sehr spannend all die Orte wieder zu besuchen, an welchen wir schon vor 20 Jahren als junge Backpackers waren . Einiges war noch gleich, vieles hat sich aber auch stark verändert. Zum Beispiel hat an der früher wirklich wunderschönen Ostküste das Meer den Strand fast überall komplett verschlungen und man versucht dort vergebens das Wasser mit Mauern und Schutzwällen aufzuhalten. Wir wechselten zur Westküste und genossen eine wunderbare Zeit an Stränden und atemberaubenden Buchten. Ein grosser Wehmutstropfen ist der Müll, einerseits angeschwemmt andererseits aber auch nicht, über den man nur schweren Herzens hinwegsehen kann.
Dafür ist es wirklich mega easy in Thailand an den schönsten Orten wild zu campen. Die Thais sind ja bekanntlich ein sehr aufgestelltes und freundliches Völkchen und somit viel es uns wirklich nicht schwer, unsere erhaltenen 90 Tage komplett aufzubrauchen. Das Essen in Thailand ist und bleibt weltweit einfach eines der besten, was zur Folge hatte das geschlemmt wurde was das zeug hielt. Nach 88 wunderschönen und ereignisreichen Tagen verliessen wir sehr wehmütig, unser geliebtes Thailand in Richtung West-Malaysia, um dort ein weiteres, nämlich unser siebenundvierzigstes Land zu entdecken.
Tage : 88 gefahrene Distanz : 7`611 km